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Der Film will den Konsumenten informieren, mit Wissen zum Thema ausstatten, seine Wachsamkeit schärfen, ihn zu mündigem Verhalten ermuntern, und um ihn zum Widerstand gegen Fremdbestimmung aufzurufen.

Heatball

Neue Lampen. Der Dokumentarfilm „Bulb Fiction“ des Tirolers Christoph Mayr entlarvt Energiesparlampen als Umweltzerstörer.

Für Energiesparwillige ist die Kompaktleuchtstofflampe das kleine gute Gewissen. Doch tatsächlich ist das positive Image der sogenannten Energiespar lampe höchst umstritten. Der Tiroler Dokumentarfilmer Christoph Mayr bringt in seinem Film „Bulb Fiction“ Licht ins Dunkel.

SN: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass die Energiesparlampe ein spannendes Filmthema sein könnte?
Mayr: Das Wort „Energiesparlampe“ will ich gar nicht verwenden, das ist ein Euphemismus, der von der Industrie geprägt worden ist. Unser Kameramann, der ausgebildete Lichtdesigner Moritz Kieselmann, hatte 2007 mit einem Mitarbeiter von Osram zu tun, der damals schon gesagt hat: „Die Glühlampe gibt es nicht mehr lang.“ Woher wusste der das? Eben weil die Leuchtmittelproduzenten in diesen Entscheidungsprozess eingebunden waren.

 

Das Interview mit Christoph Mayer: http://www.salzburg.com/online/nachrichten/kultur/Bulb-Fiction-Licht-kommt-aus-Gift.html?article=eGMmOI8Vgt8NH8hhEShw5vHyjNrqozFmgkW55Pc&img=&text=&mode=


Geschrieben am von Daniel
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3 Antworten zu Neue Lampen. Der Dokumentarfilm „Bulb Fiction“ des Tirolers Christoph Mayr entlarvt Energiesparlampen als Umweltzerstörer.

Hans-Joachim Knupfer sagt: 29. September 2011 at 20:48

Mir war von Anfang an klar, dass die Kompatleuchtstofflampen vor allem eine gigantische Gelddruckmaschine für die Industrie sind. Man muss kein Ingenieur sein, um das geringe Sparvolumen abzuschätzen: Die meisten Glühbirnen befinden sich im Privathaushalt (Industrie und Handel haben längst normale Leuchtstofflampen). Dort brennen sie aber nur den kleinsten Teil des Tages, zudem im Sommerhalbjahr noch weniger, in den meisten Räumen zudem nur sehr kurz (Treppenhäuser, Flure, Nebenräume). Dafür laufen im Sommer heute massenhaft Ventilatoren, in immer mehr Gebäuden ständig Klimaanlagen. Auch Kühlschränke oder immer mehr Kühlanlagen, sei es für elektronische Gerätschaften, sind starke Energie”verbraucher” im Sinne von Wärme-Kälte-Maschinen. Sprich über die Wärmeabstrahlung der Glühbirne wird hergezogen, die elektrisch gespeiste Kälte- (oder Wärme-) Abstrahlung von Apparaten mit viel größerem Volumen nimmt man bedenkenlos hin.

Jeder Waschmaschinenlauf oder gar Wäschetrocknereinsatz bewirken massivsten Energieumsatz durch elektrische Wärmeerzeugung. Nur schon wenige eingesparte Einsätze würden die Energiebilanz des Haushalts im Vergleich zur Energieeinsparung durch Kompaktleuchten entlasten.

Die ganze Groteske, ausgerechnet dort mit Sparen anfangen zu wollen, wo es am wenigsten bewirkt, zeigt der Vergleich zum Verbrennungsmotor, sprich Auto. Da wird ein massiver Motorblock für die ganze Dauer der Fahrt auf 90 Grad erhitzt, sinnlos, da diese Funktion für die Fortbewegung nicht gebraucht wird. Jedes Auto fährt durchschnittlich etwa mindestens 60 Minuten pro Tag. Denkt man sich einen Motorblock aus Glühbirnen, wird das Einsparpotenzial klar.

Doch eigenartig: Von dieser grandiosen Verschwendung spricht niemand. Keine EU bereitet ein Ausstiegsprogramm für den Verbrennungsmotor vor. Jeder spricht von Sparlampen, aber keiner davon, dass er zum Energiesparen weniger Auto fährt. Die Lampenhersteller haben clever erkannt, dass die Kompaktlampen ein wunderbares Feigenblatt für den Verbraucher bilden.

Schon die Glühlampe in der bisher gewohnten Form war allerdings Betrug am Verbraucher, vor allem seitdem die angeblich begrenzte Brenndauer (die keinen Hinweis auf den Einschaltzyklus gibt) auf den Packungen angegeben ist. Denn ursprünglich, bis in die 1920er Jahre, war die Lebensdauer von Glühbirnen im Prinzip unbegrenzt (indem der Glaskolben nicht fast, sondern de facto so gut wie praktisch luftleer gemacht wird). Dies wäre technisch heute sicherlich noch vollkommener möglich.

Doch schon früh sprachen sich die Glühlampenhersteller ab, nur noch “Begrenztbrenner” herzustellen. Im Internet kann man heute noch einige historische “Dauerbrenner” bewundern. Versuche eine kleinen Herstellers, nach der deutschen Einheit nochmals mit Dauerbrennglühbirnen auf den Markt zu kommen, wurden vereitelt (Fernsehdoku vor ca. 5 Jahren).

Hans-Joachim Knupfer, Leonberg (DE)

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