Mission

Der Film will den Konsumenten informieren, mit Wissen zum Thema ausstatten, seine Wachsamkeit schärfen, ihn zu mündigem Verhalten ermuntern, und um ihn zum Widerstand gegen Fremdbestimmung aufzurufen.

Heatball

Neue Sentimental Film Austria AG, die Produktionsfirma von Bulb Fiction

FIRMENPROFIL

Neue Sentimental Film Wien wurde 1994 von Roland Loibl und Thomas Bogner gegründet und im Jahr 2000 im Rahmen des Börsegangs der Neue Sentimental Film AG Frankfurt in ein branchenübergreifendes Medienunternehmen umgewandelt. Die Neue Sentimental Film Austria AG operierte von nun an in zwei Hauptgeschäftsfeldern – im Werbefilm und im Entertainment Bereich. Mit dem klaren Anspruch, sämtliche Märkte der audiovisuellen Kommunikation bedienen zu können und die zunehmende Diversifikation der Medien möglichst in der eigenen Struktur abzubilden, wurde das Leistungsspektrum kontinuierlich erweitert. Der besondere ästhetische Zugang zum Medium Film sowie die Bündelung und Vernetzung der besten Köpfe und kreativsten Kompetenzen waren und sind die wesentliche Grundlage der Firmenphilosophie und letztlich des internationalen Erfolges. Das Leistungsspektrum reicht von der Konzeption, über die Realisierung von Auftrags- und Eigenproduktionen bis zu Generierung lizenzfähiger Produkte und deren Verwertung.

Heute besitzt die Neue Sentimental Film Austria AG ein Portfolio, dessen Vielfalt in Österreich einzigartig ist.

NETZWERK

Einzigartig in der Branche ist auch das Firmen-Netzwerk, das sich weltweit über ausgewählte Standorte erstreckt. Eine Vielzahl an strategisch wichtigen Niederlassungen können so auch als Servicepartner kostengünstig angeboten werden, ohne dass der Kunde auf die gewohnte Qualität verzichten muss. Damit verbunden ist der unmittelbare Zugang zu internationalen Kreativressourcen, sowohl in produktionstechnischer Hinsicht als auch im Content-Management. Das Firmen-Netzwerk umfasst derzeit Standorte in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Wien, sowie in Barcelona, Athen, Istanbul, Nicosia, Mexiko City und in Buenos Aires.

WERBUNG in Österreich

Produktionsaufträge, die seit vielen Jahren bestehen oder immer wieder erneuert werden, beweisen die hohe Kunden-Zufriedenheit. Erste Bank, Brau Union, Iglo, Österreichische Lotterien, REWE, Hutchison 3G, Henkel, NÖM u. v. a. vertrauen auf die Kombination aus Verläßlichkeit, Kompetenz und hohen Produktionsstandards, die die Neue Sentimental Film Austria AG in eine marktführende Position gebracht haben. Gemeinsam mit preisgekrönten und internationalen Top-Regisseuren wird der klare Anspruch eingelöst, die erfolgreichsten Werbefilme für namhafte Agenturen und Clients zu produzieren. Neben internationalen Auszeichnungen im TV- und Dokumentarfilm- Bereich kann auch auf eine große Zahl von Werbefilmauszeichnungen zurückgeblickt werden. Bisher wurden ein gutes Dutzend Mal die Venus (wichtigster Österreichischer Werbepreis) und die Wertung der Top Ten (Gallup), zwei Mal Effie (Preis der International Advertising Association), der Österreichischer Staatspreis für Werbung, der Top Spot (ORF), sowie zahlreiche weltweite Nominierungen, wie etwa beim New York Festival, New York Television Award oder dem IAA London gewonnen.

WERBUNG International

Die Tochterfirma Frames Filmproduktion (übernommen 2008) agiert als Spezialist für Produktwerbung mit appetite appeal (Food & Tabletop) jenseits Österreichs Grenzen. Vertreten durch Repräsentanten in den USA, Europa und Rußland behauptet sie sich durch höchstes ästhetisches und produktionstechnisches Niveau auf dem Weltmarkt und realisiert Aufträge für Kunden wie Lindt, Ferrero Rocher, Bahlsen, McDonalds und Nestlé.

TV–FORMATE

Anerkennung und internationale Auszeichnungen konnte die Neue Sentimental Film Austria AG mit der Entwicklung eigener TV-Formate für den ORF erlangen. „Die Sendung ohne Namen“ (über 100 Folgen) wurde 2003 als innovativste Sende-Idee mit dem Österreichischen Fernsehpreis, der Goldenen Romy, ausgezeichnet und war Finalist beim New York Television Award 2004. Auch das Kulturformat „Sunshine Airlines“ (über 40 Folgen) erhielt 2004 eine Goldene Romy für die beste Produktion. Im Jänner 2006 lief unter großer medialer Beachtung der erste Fernsehfilm „Heaven“ (45 min) im ORF. Das Unterhaltungs-Format „Kupetzky“ konnte im Juni 2006 in die Schweiz verkauft werden und wurde 2007 beim „New York Festival“ mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

TV-DOKUMENTATIONEN

Der Bereich Dokumentarfilm wurde in den letzten Jahren um viele engagierte Projekte erweitert. Die Bandbreite reicht von ausgezeichneten Musik-Dokumentationen wie „Der Fliegende Holländer — Feuer und Eis“ (2003, Best of INPUT 2005, San Francisco), „Wo der Tanz steht“ (2004), oder „Parsifal — Indiana Jones und Richard Wagner“ (2004), bis zur intellektuell-philosophischen Auseinandersetzung mit dem großen Denker „Elias Canetti — Die Wiener Jahre“ (2005). Im Jahr 2007 entstand „24 Hours — Die Welt im Arbeitstakt“, eine 30minütige Dokumentation über die weltweiten Arbeitsbedingungen bei der Herstellung eines Mobiltelefons, gedreht in China, Afrika, Indien, USA und Österreich. Ihre einschlägige und kombinierte Kompetenz unterstrich die Neue Sentimental Film Austria AG mit „Ambient Media. Werbung ohne Grenzen“, einer Dokumentation über zukünftige Werbeformen, die im August 2008 im ORF-Kulturprogramm ausgestrahlt wurde.

KINO-DOKUMENTARFILME

Nach jahrelanger Entwicklung, Finanzierung und Produktion startete der österreichisch- deutsche Dokumentarfilm „Plastic Planet“ (Regie: Werner Boote) im September 2009 in den österreichischen Kinos. Mit 75.000 Besuchern bis Jahresende stellte er einen ersten, sehr erfolgreichen Schritt in den heimischen Kinomarkt dar, dem eine internationale Vermarktung folgte (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, Polen, Bulgarien, Spanien). Darauf aufbauend sind weitere Projekte in Planung.

NEUE MEDIEN, WEB-TV

Im Herbst 2009 betrat die Neue Sentimental Film Austria AG die Welt der Neuen Medien. Auf ihrer Plattform „Kein Heim für Plastik – Das Experiment zum Film“ wurden per Weblog und Podcast die Erfahrungen einer steirischen Familie präsentiert, die längere Zeit ohne Plastik zu leben versuchte. Zusammen mit der eigenentwickelten Web-TV-Serie „Neue Wiener“, die ab 2010 regelmäßig skurrile Einblicke in Wiens neue Migrantengeneration gewährt, stellen diese beiden Projekte zeitgemäße Eigenproduktionen dar.

Insbesondere mit „Kein Heim für Plastik“ schließt sich der Kreis, der von der Konzeption, Finanzierung und Produktion eines Contents zu einem lizenzierfähigen Produkt führt (Kinodokumentarfilm „Plastic Planet“), dessen weltweite Nutzung von Kino über TV, DVD und Buch bis zu eigenständigen digitalen Verwertungsformen reicht.

KUNST UND EVENT

Das Film-Know-how aus eineinhalb Jahrzehnten fließt bei der Neue Sentimental Film Austria AG auch verstärkt in die Konzeption und Realisierung von Projekten aus dem Kunstbereich ein. Die Bandbreite reicht von großen Kulturprojekten wie dem Content- Management und der Gestaltung der Eröffnung der Wiener Festwochen (2003 und 2004), über multimediale Installationen für Museen, wie „24 Hours – The Whole World Works“ (2006, Museum Arbeitswelt Steyr), bis zu den international ausgezeichneten Kurzfilmen des Künstlers Markus Schinwald. „Dictio Pii“, „Childrens Crusade“, „1st Part Conditional“ sowie die aktuellste Kurzfilmproduktion „Ten in Love“ wurden in den weltweit besten Ausstellungshäusern, wie der Londoner Tate Galerie oder dem Musée d’Art Moderne Paris, gezeigt und brachten dem Künstler einige Kunstpreise (T-Mobile Award 2005, Preis der Stadt Wien 2007, etc.). Im Jahr 2007 sorgte die Neue Sentimental Film Austria AG für die multimediale Inszenierung von Markus Schinwalds erstem Theaterstück „Exceptions Prove The Rule“ im Wiener Tanzquartier.

Auszug aus der Filmografie

Plastic Planet (2009)

Kino-Dokumentarfilm (95min, HD CAM), Koproduktion mit Brandstorm Entertainment, AG (FFM) und Cine Cartoon, Wien

Buch & Regie: Werner Boote

Förderung: ÖFI, ORF Film- u. Fernsehabkommen, IBH, DFFF

Ambient Media. Werbung ohne Grenzen (2008)

TV-Dokumentation (35 min, IMX), Koproduktion mit ORF und Daniela Krautsack

Buch: Daniela Krautsack

Regie: Thomas Grusch und Daniela Krautsack

24 Hours – Die Welt im Arbeitstakt(2007)

Dokumentation (30 min), Koproduktion mit Museum Arbeitswelt Steyr

Konzept: Roland Loibl

Regie: Thomas Grusch

Kupetzky – Mr. Fixit(2006)

TV-Serie (13 x 25 min, IMX u. S8mm), Koproduktion mit ORF

Buch: David Schalko

Regie: Chris Raiber

Heaven(8×45)(2005)

TV-Spielfilm (45 min, S16mm), Koproduktion mit ORF und Förderung des Österreichischen Filminstituts

Buch und Regie: David Schalko (A/R)

Elias Canetti — Die Wiener Jahre(2005)

TV-Dokumentation (60 min, DigiBeta), Koproduktion mit ORF, 3sat, SF DRS

Buch & Regie: Robert Neumüller

Förderung: FFW, CINE Styria, BM:BWK Medienservice

Wo der Tanz steht(2004)

TV-Dokumentation (58 min, DigiBeta), Koproduktion mit ORF

Buch und Regie: Werner Boote

Förderung: Fernsehfonds Austria (RTR), Tanzquartier Wien, Kulturabteilung der Stadt Wien, BM:BWK Medienservice

Parsifal – Indiana Jones und Richard Wagner(2004)

TV-Dokumentation (60 min, DigiBeta), Koproduktion mit ORF

Buch und Regie: Werner Boote

Der Fliegende Holländer – Feuer und Eis(2003)

TV- Dokumentation (52 min, DigiBeta), Koproduktion mit ORF

Buch und Regie: Werner Boote

Ruf und Echo – Ein kurzer Film über das Singen des André Heller(2003)

TV-Dokumentation (25 min, DigiBeta), Koproduktion mit ORF

Buch & Regie: Lukas Sturm

Sunshine Airlines(2003-2006)

TV–Magazin (42 x 25 min, DigiBeta), ORF-Auftragsproduktion

Regie: David Schalko, Oliver Kartak, u.a.

Redaktion: Elisabeth Krimbacher, Andrea Zsutty, Isabel Scharl

Sendung ohne Namen(2002-2007)

TV–Magazin (115 x 25 min, DigiBeta), ORF-Auftragsproduktion

Buch und Regie: David Schalko, Sebastian Brauneis, Clemens Haipl, Marie Kreutzer, Martin Puntigam

Mit Fred Schreiber

Kontakt

Lindengasse 62

1070 Wien

Tel: 0043 1 581 42 00

Fax: 0043 1 581 42 10

www.nsf.at

Produzentenstatement / Marketingplan

Sehr geehrte Damen und Herren!

Um den 1. September 2009 herum, dem Inkrafttreten des Verkaufsverbot von 100 Watt Glühbirnen, befaßten sich die Medien pflichtschuldig mit der EU-Richtlinie zur stufenweisen Abschaffung der Glühbirne bis 2016. Als Promotor der öffentlichen Auseinandersetzung waren weder NGOs, noch Behörden, noch die Industrie auszumachen, die alle drei kein Interesse zu haben schienen, dem Thema übermäßige Aufmerksamkeit zuzubilligen. Bloß einige Einzelkämpfer und die Medien selbst agierten.

Umfragen zeigen, daß zur Zeit 63% der Österreicher die Umstellung für wenig oder überhaupt nicht sinnvoll halten. Ihre Ablehnung äußert sich außerdem noch in Hamsterkäufen: Der Absatz an Glühbirnen stieg in den letzten sechs Monaten auf das Dreifache an (Quelle: ORF), weil viele sich einen Vorrat anlegen, um dem Verbot zu entkommen.

Es gibt etliche Beispiele für persönliche Einschränkungen als Folge behördlicher Verordnungen in den letzten Jahrzehnten. Etwa direkt anlaßbezogene, wie der autofreie Tag pro Woche als Reaktion auf die Ölkrise 1973, oder — als Resultat von Kampagnen — die Einführung der Gurtenpflicht oder die des Rauchverbots am Arbeitsplatz, die von Teilen der Öffentlichkeit als Eingriff in die Privatsphäre empfunden werden und wurden. In den letzten beiden Fällen ging es um den Schutz des Individuums vor physischer Gefährdung durch andere und durch sich selbst und es ging um die Verringerung von Kosten, die die Volkswirtschaft belasten.

Die Regierungen griffen im Interesse der eigenen Volkswirtschaft ein und da sie die Verantwortung zu tragen hatten, fand folgerichtig die öffentliche Diskussion vor dem Inkrafttreten der Verordnungen statt.

Im Fall des Verkaufsverbots von Glühbirnen gab es jedoch nie eine nennenswerte öffentliche Diskussion und da sie unterblieben ist, ist nicht nur der Entscheidungsprozeß demokratiepolitisch fragwürdig. Durch die unzureichend gründliche Erörterung der Konsequenzen erscheint auch die Entscheidung selbst falsch. Könnte man sagen. Wenn es nicht Hinweise darauf gäbe, daß die in Brüsseler Büros und Amtsstuben herbeigeführte Entscheidung ganz gezielt die Interessen einflußreicher Industriezweige widerspiegelte.

Laut offiziellem Verordnungstext der Kommission wurde die Studie, auf deren Grundlage nun EU-weit Energieeffizienzanforderungen an alle Haushaltslampen eingeführt werden, „gemeinsam mit Interessengruppen und interessierten Kreisen aus der Gemeinschaft und aus Drittländern konzipiert“. Die Verordnung wurde ohne weitere Einbindung gewählter Volksvertreter im Ökodesign-Regelungsausschuß beschlossen, in dem Österreich durch einen Beamten des Wirtschaftsministeriums vertreten ist, der in unser aller Namen seine Zustimmung gab.

Daß jene 7 Lampenhersteller, die 95% der europäischen Produktion vertreten, sich unter den nicht näher beschriebenen „Interessengruppen und interessierten Kreisen“ befanden, welche die Studie konzipierten, ist mehr als naheliegend. Zumindest sie hätten ansonsten Einspruch erhoben und ihre drohenden Einbußen mit dem sattsam bekannten Argument umschrieben, Arbeitsplätze seien bedroht.

Diese zunehmende Verquickung von Wirtschaft und Politik erzeugt Unbehagen, weil man sich vorstellen kann, welchen Stellenwert Fragen nach gesundheitlicher Gefährdung der Bevölkerung besitzen (Quecksilberanteile in den Energiesparlampen), wenn quasi Teile der gesetzgebenden Körperschaften Unternehmen sind, die die Aufgabe haben, Gewinne zu machen.

Nicht, daß ein Kinodokumentarfilm primär gesellschaftspolitische Aufgaben zu erfüllen hätte, aber der redaktionelle Freiraum, den er im Vergleich zur einer TV-Dokumentation genießt, räumt ihm prinzipiell Potential als zivilgesellschaftliches Medium ein. Im Gegensatz zum ebenso freien Internet kann er seine Bilder als kollektives öffentliches Erlebnis vermitteln und ist damit bestens geeignet, das Publikum zum Zeugen aufzurufen und diesem somit Verantwortung zu übertragen.

Im Kinodokumentarfilm „Bulb Fiction“ wird Sinn und Unsinn des Energiesparens durch die Abschaffung herkömmlicher Glühbirnen abgehandelt. Darüber hinaus aber hinterfragt der Film die Legitimität der Entscheidungsprozesse in der EU, entlarvt den in Form von behördliche Verordnungen getarnten Einfluß der Wirtschaft und zeigt eindringlich die mit der Verquickung von Wirtschaft und Politik einhergehende schleichende Entmündigung der Bürger auf.

Das Bild der brutal in die Wohnungen einbrechenden Glühbirnen-Stürmer Kubas mag uns grotesk und fern erscheinen, doch in einiger Zukunft könnte der Unterschied zu den bei uns gepflogenen Methoden nur noch im Stil liegen. Das Gefährliche bei schleichenden Entwicklungen ist, daß es nie einen Anlaß gibt, dagegen aufzutreten.

Die EU-Richtlinie zur stufenweisen Abschaffung der Glühbirne bis 2016 wird jedenfalls dann, wenn wieder eine Kategorie aus dem Markt genommen wird (im Jahr 2011 die 60 Watt Glühbirne), den Widerstand der Konsumenten wecken. „Bulb Fiction“ kann mit einem Start im Herbst 2011 die aktuelle Berichterstattung als Anlaßfall für den Kinostart nehmen. Er kann getragen von einer latenten EU-Skepsis sein Publikum ansprechen, emotionalisieren und die vielfältigen Subthemen des Films (Umwelt-Angst, politische Entmündigung, Verschwörungstheorien) transportieren.

NGOs sind als medialer Multiplikator ein unverzichtbarer Partner bei der Promotion von Filmen wie „Bulb Fiction“. Im Fall von „Bulb Fiction“ fehlt dieser Partner, denn die NGOs — allen voran Greenpeace — heften sich die EU-Verordnung als eigenen Erfolg an den Hut. Bislang. Denn wir wissen aus informellen Kreisen, daß bei einem, uns noch nicht bekannten NGO die Kehrtwendung diskutiert wird. Sei es, um sich gegenüber anderen NGOs zu profilieren, sei es, um der Datenlage gerecht zu werden. (Greenpeace schubladisiert solche unerwünschten Informationen zur Zeit). Wir beabsichtigen herauszufinden, welcher NGO diesen Sinnungswandel überlegt, um noch rechtzeitig ein Status-quo-Statement zu erhalten. Kommt es später tatsächlich zur Neupositionierung könnten wir die Wandlung vom Saulus zum Paulus im Film dokumentieren, was ein starkes Argument gegenüber anderen NGOs wäre und möglicherweise den Beginn einer auf breiterer Front einbrechenden Linie der Befürworter darstellen könnte.

Es ist weiters geplant, aus den bei den Recherchereisen entstehenden Filmaufnahmen einen Trailer zu montieren, der als „Mood“-Beispiel für den Kinofilm bei der weiteren Finanzierung und Verwertung (Einbindung Weltvertrieb) nützlich sein wird. Die dabei entstandenen Aufnahmen sollen später durchaus auch für den Film verwendet werden können. Kameramann Moritz Gieselmann, der gleichermaßen das inhaltlich geforderte technische Wissen wie die gestalterischen Möglichkeiten besitzt, die (Glüh-)Lichteffekte auf der großen Kinoleinwand darzustellen, wird hierbei auch versuchen, die weichen Faktoren zu demonstrieren, die die Nachteile der Energiesparlampen auf Gesundheit und Wohlbefinden mit sich bringen. Er wird zeigen, daß Licht Situationen beeinflußt und Ereignisse zu verändern imstande ist.

Daß „Bulb Fiction“ ein europarelevantes Thema ist, liegt auf der Hand und wird durch bisherige Hamsterkäufe von Glühbirnen in England, Deutschland, Polen, Ungarn und in Österreich nur noch weiter bekräftigt. Um den deutschen Markt von Anfang an zu integrieren, haben wir die Absicht, einen Teil der Herstellungskosten in Deutschland aufzutreiben, wofür Daniel Zuta — auch schon Koproduzent bei „Plastic Planet“ — seine Mitarbeit bereits bekundet hat. Wir können uns gut vorstellen, mit denselben Vertriebs- und Verleihpartner zu kooperieren wie bei „Plastic Planet“, weil dieselben inhaltlichen und fachlichen Affinitäten vorliegen. „Plastic Planet“ hat einen Weltvertrieb (Doc & Film Int., Paris), einen Verleih in Deutschland (Farbfilm Verleih), in Frankreich (Zootrope) und in Belgien und Holland (CineArt), weitere werden folgen. Wir wollen mit „Bulb Fiction“ jedenfalls ähnliche Wege gehen.

In der Verwertung kann darauf gebaut werden, daß erst 2016 der Verkauf aller Glühbirnen verboten sein wird, und wenn wir darauf hoffen dürfen, daß sich eine Bewegung gegen diese Verordnung entwickelt, und die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bedenken, die im Film behandelt sind, von vielen als triftig erkannt werden, dann wird unserer Parabel von der Abschaffung der Mitbestimmung noch ein längeres Leben beschieden sein.

Thomas Bogner

(CEO & Produzent)