Mission

Der Film will den Konsumenten informieren, mit Wissen zum Thema ausstatten, seine Wachsamkeit schärfen, ihn zu mündigem Verhalten ermuntern, und um ihn zum Widerstand gegen Fremdbestimmung aufzurufen.

Heatball

Der Käufer ist überfordert

Glühbirnen-Handel

Damit die Käufer von der Energiesparlampe nicht enttäuscht sind, müssten sie über Kenntnisse im Gebiet der Lichttechnik verfügen. Es gibt vielerlei Gründe sich beim Erwerb einer Energiesparlampe in seinen Erwartungen zu täuschen:
-man kennt sich nicht aus, weil Beleuchtung nie wirklich interessierte
-das Angebot an Energiesparlampen ist groß und dadurch unübersichtlich
-das Verkaufspersonal ist häufig nicht ausreichend geschult
-bei der Beurteilung der Energiesparlampe widersprechen sich Experten
-plakative positive Botschaften verschweigen die Nachteile
-die Piktogramme auf den Verpackungen sind verwirrend
-man weiß nicht, welche Lampe für welchen Zweck die Richtige ist

Das Verkaufspersonal ist teilweise schlecht geschult

Drei Jahre haben/hatten Konsumenten Zeit, sich die Glühbirne abzugewöhnen. Doch bereits das erste Startjahr verlief alles andere als reibungslos, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu Beginn der EU-Verordnung im September 2009 feststellte. Sie wollte herausfinden, wie gut die Verkäufer bei Energiesparlampen Bescheid wissen und prüfte 222 Bau- und Drogeriemärkte sowie Lampenfachgeschäfte in 34 Städten. Das Ergebnis war niederschmetternd, denn die Kundschaft wurde fast überall schlecht beraten. Demnach wusste nur jeder vierte Verkäufer, dass die Lumen-Angabe auf der Verpackung die Helligkeit der Lampe bestimmt. Jeder dritte hatte zudem keine Ahnung, dass die quecksilberhaltigen Lampen im Sondermüll entsorgt werden müssen. Auch die Frage, wie viel Watt man bei einer Energiesparlampe benötigt, damit sie so hell wie eine 100-Watt-Glühbirne leuchtet, löste oft nur ratloses Schulterzucken aus. Von den Fachverkäufern kannte sich immerhin ein Drittel mit dem Verhältnis Lumen/Watt aus. In den Drogeriemärkten waren es gerade mal 10 Prozent. (Quelle: WELT online, 27.8.2009)