Die Lichtfarbe
Abweichende Farbtemperatur
Eines der am häufigsten genannten Argumente gegen die Kompaktleuchtstofflampe ist, dass sie ein kälteres Licht als Glühlampen hätte. Dieser Eindruck rührt jedoch nicht aus einer abweichenden Farbtemperatur her, diese ist vielmehr bei den üblichen Modellen mit Glühlampen vergleichbar, sondern aus dem diskontinuierlichen und abweichenden Farbspektrum einer Kompaktleuchtstofflampe (näheres dazu im Abschnitt Farbwiedergabe). Einen Unterschied in der Lichtfarbe gibt es beim Dimmen. Während sich bei einer dimmbaren Kompaktleuchtstofflampe lediglich die Helligkeit reduziert, sinkt bei einer gedimmten Glühlampe die Farbtemperatur des erzeugten Lichts deutlich, da der Glühdraht eine niedrigere Temperatur hat. In diesem Fall erzeugt eine Kompaktleuchtstofflampe also tatsächlich kälteres Licht.
Kein kontinuierliches Farb-Spektrum
Bei der tatsächlichen Farbtemperatur sind Kompaktleuchtstofflampen heute in einem Bereich zwischen 2500 K (leicht unterhalb einer 60-W-Glühlampe) bis hin zu einem dem Tageslicht ähnlichen Ton verfügbar. In Deutschland werden im Wesentlichen nur 2700-K-Lampen im privaten und 4000-K-Lampen im öffentlichen und kommerziellen Bereich eingesetzt, in Südeuropa dagegen fast nur solche mit 6500 K. Da Leuchtstofflampen im Gegensatz zu Schwarzen Strahlern kein kontinuierliches, sondern ein diskretes Spektrum aufweisen, sind Unterschiede zwischen verschiedenen Lampen gleicher Farbtemperatur möglich. Somit ist es denkbar, dass eine Kompaktleuchtstofflampe auch bei gleicher Farbtemperatur geringfügig kühler wirkt als eine Glühlampe.
Kompaktleuchtstofflampen werden durch entsprechende Wahl der Leuchtstoffe auch einfarbig (rot, gelb, grün, blau) sowie in Ultraviolett (UV-A, „Schwarzlicht“) gefertigt.


