Licht
Watt allein – wie von der Glühlampe bekannt – gilt nicht mehr. Die neue Einheit für die Kompaktleuchtstofflampe, an der sich Verbraucher nun orientieren sollen, heißt Lumen (lm). Sie steht für die sichtbare Strahlung und damit die vom Menschen empfundene Helligkeit einer Lampe. Während Watt die aufgenommene elektrische Leistung angibt, besagt Lumen, wieviel Licht aus der Lampe heraus kommt. Das ist dann der sogenannte Gesamtlichtstrom (lm), der rundum von einer Lichtquelle mit einer bestimmten Lichtstärke (candela) zu jedem Zeitpunkt in einem bestimmten Raumwinkel (steradiant) abgegeben wird und auch da gemessen werden kann. Und zwar in einer sogenannten Ulbrichtkugel, einer Hohlkugel. Lumen ist also die Maßeinheit für das insgesamt verströmte Licht. Dieser Lichtstrom verändert sich jedoch im Laufe der Lebensdauer einer Energiesparlampe, das heißt, wenn die einige tausend Stunden gebrannt hat, verliert sie an ihrer ursprünglichen Helligkeit, hat dann also weniger Lumen. Fachleute nennen so etwas Lichtstromverhalten. Lumen ist jetzt der wichtigste Begriff, um die Leistung einer Lichtquelle – vergleichbar mit anderen – zu charakterisieren. Während Watt eine physikalische Einheit ist, ist Lumen eine physiologisch fundierte Größe der Lichttechnik. Das heißt, dass die Helligkeitsempfindung des menschlichen Auges zu Grunde gelegt wird. Die darüber hinaus strahlenden unsichtbaren Spektralanteile einer Lampe bleiben dabei unberücksichtigt.
Bislang wurden zum besseren Verständnis auf Verpackungen immer die vergleichbaren Wattzahlen aufgedruckt. Zum Beispiel: 11 Watt Sparlampe = 60 Watt Glühlampe. Das hat sich allerdings als irreführend herausgestellt. Korrekt wär zum Beispiel gewesen: 11 Watt = 48 Watt.
Die Glühbirne wirkt auch deshalb heller, weil die Fläche, von der Lichtabgestrahlt wird – der Glühfaden – relativ klein ist, dafür aber eine hohe „Leuchtdichte“ hat. Im Vergleich zur Energiesparlampe, die auf der gesamten Oberfläche der Röhre leuchtet.
Die Crux ist allerdings: Energiesparlampen mit gleicher Wattzahl können durchaus unterschiedliche Lumengrößen haben. Je nach Qualität der Lampe mal mehr und mal weniger. Das ist dann die sogenannte Lichtausbeute. Dieser Begriff bezieht sich auf die Energieeffizienz einer Lampe. Berechnet wird hierbei der Lichtstrom im Verhältnis zur aufgenommenen elektrischen Leistung (Lumen pro Watt).
Die eingespeisten Watt sind also kein brauchbarer Maßstab dafür, wie viel Licht die Lampe tatsächlich abgibt. Es kommt auf die Lumenzahl an. Je höher sie ist, desto mehr Licht spendet die Lampe.
Glühbirnen erreichen 5-16 Lumen pro Watt, Hallogenglühlampen 14-15, Kompaktleuchtstofflampen 35-70.
